Neues Urheberrecht in Frankreich setzt iTunes unter Druck

Urheberrecht 09 Juli, 2006

Die Franzosen haben ein neues Urheberrecht abgesegnet, das einerseits klar regelt, was für illegale Kopien von Musikstücken bezahlt werden muss, anderseits auch definiert, was überhaupt als illegal gilt. Im Visier sind natürlich einmal mehr die Benutzer von Tauschbörsen, die bis zu EUR 38.– pro illegal heruntergeladenen File zu bezahlen haben, sofern sie denn erwischt werden.

Aber auch Firmen, die mit der Distribution von elektronisch aufgezeichneter Musik zu tun haben, können unter Druck kommen. So verlangt Frankreich, dass “geschlossene” DRM-Systeme*, wie sie zum Beispiel Apples Online-Shop iTunes verwendet, geöffnet und somit kompatibel werden. Im Extremfall könnte es bei einem Nichteinlenken von Apple teuer werden. Man spricht von Bussen bis EUR 700 Millionen.

Wer im Übrigen einen Kopierschutz auf einem Datenträger umgeht, kann mit Busse bis zu über 3′500 EUR belangt werden. Noch teurer können Bussen sein für Firmen, die Software zur Umgehung von Kopierschutzen vertreiben: bis zu sechs Monate Gefängnis bei einer Geldstrafe von EUR 30′000.–.

Harte Bandagen, die sich Frankreich da anlegt….

*) DRM = Digital Rights Management

Hinterlasse einen Kommentar


Wordpress Themes by Mobile Themes / Jim / Übersetzt ins Deutsche von Pascal Senn
Copyright © 2007 SUISAfrei.ch. All rights reserved.