StayTuned: IFPI steht sich wieder selbst im Weg

Allgemein 28 Mai, 2007

Einmal mehr versucht die IFPI die innovative Verbreitung von Musik zu verhindern und steht sich damit wieder mal sich selbst im Weg. Dies, indem sie versucht, StayTuned zu stoppen. Die bieten nämlich Musik übers Web an, ähnlich einem Radio. Aber mit dem entscheidenden Unterschied, dass man bei StayTuned die Musik wählen kann, die gespielt werden soll. So ist es möglich, sich eine Art Genre-Sender zusammen zu stellen, über den StayTuned dann nur Musik der gewünschten Stilrichtung spielt. Als Zückerchen kann Musik auch wahlweise heruntergeladen und während einer bestimmten Zeitspanne genutzt werden. Dafür sorgen digitale Sicherheitssysteme (DRM). Wenn wir hier von Zückerchen sprechen, ist das jedoch nur aus Sicht des Nutzers. Für die IFPI ist das alles andere als süss.

Sie sieht darin nämlich den Grund, weshalb StayTuned nicht mit einem herkömmlichen Radio verglichen werden kann und deshalb die entsprechenden Urheber-Abgaben auch nicht genügten. Weiter argumentiert man, dass DRM nicht als Absatzstopper, sondern lediglich als Schutz vor Piraterie verwendet werden soll. Das Angebot von StayTuned würde den Umsatz auf legalen Download-Seiten schmälern.

Letzten Endes geht’s ja sowieso nur ums Geld. Aber wann begreift die IFPI denn auch einmal, dass es für den Gesamtumsatz in der Musikbranche nur hilfreich sein kann, wenn möglichst vielerorts die Musik gehört werden kann? Immerhin ermöglicht StayTuned ja keine illegalen Downloads. Die heruntergeladenen Titel sind nur für bestimmte Zeit nutzbar. Und die Genre-Kanäle werden nur als Streaming angeboten. Der Nutzer gibt also seine Stilrichtung ein, hört Musik, die er vielleicht noch gar nicht kannte und kauft sich diese vielleicht sogar irgendwann legal. Was er sonst vielleicht nie getan hätte, weil er die Musik noch gar nicht kannte.

[Quelle: urheberrecht.org]

2 Kommentare zum Thema “StayTuned: IFPI steht sich wieder selbst im Weg”

  1. Fredy sagt:

    Jetzt redest Du auch schon von illegalen Downloads. In der Schweiz sind die Downloads *legal* (nur das uploaden nicht).

  2. Paddy sagt:

    Deine Aussage betrifft Filesharing-Börsen. Im Fall von StayTuned handelt es sich aber nicht um eine Tauschbörse. Wenn da jemand frei Dateien herunterladen könnte, dann würde StayTuned eine wohl illegale Download-Möglichkeit bieten. So ist das zu verstehen. Im Übrigen geht´s hier nicht ausschliesslich um Schweizer Recht.

Hinterlasse einen Kommentar


Wordpress Themes by Mobile Themes / Jim / Übersetzt ins Deutsche von Pascal Senn
Copyright © 2007 SUISAfrei.ch. All rights reserved.