Dez 18
Dass ein Anbieter seinen Nutzern Musik online zum Anhören zur Verfügung stellen darf, ohne dafür garantierte happige Gebühren an die Urheber zu bezahlen, wäre vor nicht langer Zeit ein Ding der Unmöglichkeit gewesen. Dem Community-Netzwerk IMEEM, das sein Schwergewicht auf der Musik hat, ist dies nun eben erst zum dritten Mal gelungen. Nach Sony BMG und Warner Music hat nämlich kürzlich auch das Musiklabel EMI sein OK zum Vergütungssystem von IMEEM gegeben. Dieses sieht eine Vergütung der Urheber vor, die abhängig davon ist, wie häufig dessen Werke von den IMEEM-Usern angehört werden. Die Urheber bestimmen also nicht (mehr) direkt, wieviel Geld sie für ihre Werke kriegen. Die Verlage erhoffen sich durch solche neuartigeren Communities, dass auch neue, unbekannte Musiker oder Bands in verhältnismässig kurzer Zeit auf günstige Art ein breites Publikum erreichen können.
[Quelle: Pressetext.at]
Dez 11
Die Piratenpartei hat sich unlängst dank eines Missgeschicks seitens IFPI die Domain ifpi.com sichern können. Statt wie bisher zur “International Federation of the Phonographic Industry” kommt man (noch) zur “International Federation of Pirate Interests”. Das geschieht täglich, dass jemand vergisst, die Domain zu erneuern und sie sich deswegen einer wegschnappt. Nun hat sich die IFPI aber bei WIPO beschwert, und das offensichtlich mit Erfolg. Die Piraten müssen ihre fette Beute zurück geben. Aber natürlich nicht, ohne vorher noch (nicht ganz zu Unrecht) den Entscheid und die Art der Begründung deutlich in Frage zu stellen.
Nov 14
Laut einer kanadischen Studie sollen Internet-Benutzer, die Tauschbörsen für den Download von Musik benutzen, im Schnitt mehr CDs kaufen als andere Menschen. Das hat die Befragung von 2′000 Kanadiern gezeigt. Demnach würden viele die Downloadmöglichkeit einer Tauschbörse dazu nutzen, sich ein Album mal unverbindlich anzuhören und danach über einen Kauf zu entscheiden.
dass rund die Hälfte der aus Tauschbörsen bezogenen Songs dem Probehören vor dem Kauf einer CD dienten
Weiterlesen »
Nov 12
Laut einer GEMA-Medienmitteilung haben sich die Video-Community YouTube und die GEMA geeinigt. Das bedeutet, Google als Inhaber von YouTube bezahlt der GEMA Gebühren für die Musik, die in den Videos von YouTube-Benutzern enthalten ist. Die deutschen Medien jubeln, dass damit die Benutzer frisch-fröhlich Musik in ihren YouTube-Clips verwenden dürfen, ohne rechtliche Schritte zu befürchten. Doch Vorsicht, das ist so pauschal gesagt falsch.
Weiterlesen »
Okt 07
Das Schweizer Parlament hat entschieden: Auch nach dem revidierten Urheberrecht ist in der Schweiz der Download von Musik über Tauschbörsen erlaubt. Da gibt es nichts zu rütteln. Würde man zumindest meinen. Aber eine Industrie, die verzweifelt darum kämpft, ein paar Prozent des jahrelangen Umsatzrückganges wieder flott zu machen, gibt nicht so schnell auf. Abschreckprozesse sollen das neue Rezept sein. Technische Umstände und das zumeist geringe Wissen der Benutzer sind die Chancen dazu.
Weiterlesen »
Letzte Kommentare